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Schnorchelparadies Elba
Sicher, es mag Orte auf unserer schönen Erde geben, an denen sich besser schnorcheln läßt, aber Elba ist von Deutschland aus eben schnell und ohne großen Aufwand erreichbar und bietet ausser Schnorcheln auch noch vieles anderes.
Wo sonst gibt es auf engstem Raum über 150 Badestrände und Buchten, von denen aus man die Unterwasserwelt nur mit Schnorchel, Taucherbrille und vielleicht noch Flossen entdecken kann. Zusätzlich ist die Tatsache, dass das Mittelmeer mit seinen gemäßigten Temperaturen stellt den Übergang von kühlen nordischen zu warmen tropischen Meeren dar und beherbergt eine beeindruckende Anzahl verschiedener Lebensformen - ein Paradies, auch für Schnorchler!
Was man beim Schnorcheln sehen kann ...
Warnung - was man unbedingt beachten sollte!
Das Meer ist kein Spielplatz. Wer im Meer schnorchelt, der sollte Resepekt haben und immer ein paar wenige, aber wichtige Grundregeln befolgen.
Nichts anfassen! Nicht alles, was im Meer schwimmt oder wächst ist harmlos. Manche Tiere sind hochgiftig oder zumindest ist die Berührung ausgesprochen schmerzhaft. Da gibt es nicht nur Quallen oder Seeigel, sondern auch Drachenköpfe, Feuerwürmer oder Stechrochen, die zum Teil lebensbedrohende oder sehr lang anhaltende und schlecht heilende Stiche zufügen können. Also, nur mit den Augen ansehen, aber auf keinen Fall anfassen.
Nichts zurücklassen! Das Meer ist keine Müllkippe. Es ist zwar groß und man könnte meinen, dass das bisschen Müll, das ich zurücklasse, da garnicht auffällt. Aber jedes Stückchen Müll ist und bleibt Müll und zerstört Teile eines einzigartigen Ökosystems. Wir wollen die nächsten Jahre selber noch schnorcheln und tauchen und auch unser Kinder sollten sich an der Schönheit der Unterwasserwelt freuen können.
Sich nicht selbst überschätzen. Schnorcheln, auch mit Flossen, erfordert Kraft und Ausdauer. Insbesondere, wenn Wellen und Klippen zusammen kommen, dann erfordert es besondere Vorsicht, die Verletzungsgefahr ist hier besonders groß. Bei Seegang ist es sowieso besser, das Schnorcheln bleiben zu lassen.
Nicht mit vollem Magen schnorcheln! Pommes Frites brauchen immerhin vier (4) Stunden zur Verdauung. Im Schnitt sollte man drei Stunden warten, bevor man zu Taucherbrille und Flossen greift. Erst dann hat normale Nahrung den Magen verlassen.
Druckausgleich durchführen! Der Druck unter Wasser steigt je 10 Meter um ein Bar, aber schon nach 1-2 Metern kann der Druck zu Schmerzen in den Ohren führen. Auf keinen Fall weiter abtauchen, ohne einen Druckausgleich zu machen. Schon die geringe Tiefe kann zu einer dauerhaften Schädigung des Trommelfells führen. Also, Nase zuhalten und leicht durch die Nase ausblasen, bevor man Scherzen verspürt.
Rechtzeitig auftauchen! Noch bevor man merkt, dass die Luft knapp wird, sollte man wieder auftauchen. Was noch wichtig ist, vor dem Abtauchen nicht "hyperventilieren", also nicht drei oder viermal tief Luft holen und dann abtauchen. Dem Körper wird dabei vorgetäuscht, der Sauerstoffvorrat wäre viel größer als er wirklich ist. Das kann im schlimmsten Fall zumErtrinken führen.
Achtung vor Strömungen und Wind! Darauf sollte man in jedem Fall achten, wenn man an den Klippen entlang schwimmt und eine geschützte Bucht verläßt oder eine Felsnase umschnorchlt. Hier kann es zu plötzlichen Strömungen kommen, die einen auf das offene Meer hinausziehen, oder von der Einstiegsstelle weg treiben. In diesem Fall nicht gegen die Strömung anschwimmen, das ist sehr kräfteraubend. Immer versuchen, im rechten Winkel zur Strömung zu schwimmen und an Land zu kommen.
Buchtipp
Bevor ich meine eigenen Schnorchelerfahrungen beschreibe, möchte ich auf ein relativ neues Buch hinweisen, das in in den elbanischen Buchläden entdeckt habe. Es sollte auch in Deutschland zu bekommen sein, immerhin hat es eine ISBN-Nummer.
Elba unter Wasser - mit Flossen und Taucherbrille
Schnorchelführer zu Fischen und anderen Meeresbewohnern an den elbanischen Küsten.
Marco Lambertini
1. Auflage 2006
ISBN: 88-7781-658-9
Sehr schön gemachtes Buch für alle, die einmal mit der Taucherbrille unter Wasser gehen und wissen wollen, was da zu sehen ist. Gleichzeitig werden die verschiedenen Lebensräume der Tier- und Pfanzenwelt im Meer anschaulich und auch für Kinder verständlich dargestellt.
Ein Buch, nicht nur für Schnorchler!
Das Meer von 0m bis 5m Tiefe
Dank der geologischen Entstehungsgeschichte Elbas gibt es eine Fülle unterschiedlicher Unterwasserwelten rund um Elba. Von feinen Sandboden bis hin zum steilen Felsen, der von den Wellen umspült wird, gibt es hier alles. Besonders interessant sind natürlich die Felsen unter Wasser, die von Neptungraswiesen und Sandbänken unterbrochen werden. Dort finden sich für Schnorchler wohl die interessantesten Plätze.
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