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Tauchen rund um Elba
Vorbemerkung: Alle Fotos auf den folgenden Seiten stammen von mir selbst. Die Unterwasseraufnahmen mache ich mit einer "Minolta Xg" mit UW-Gehäuse Minolta "MC-DG 300".
Im Vergleich zu vielen anderen Tauchgebieten im Mittelmeer ist Elba nach meiner Einschätzung die Perle schlechthin. Klares und im Sommer angenehm warmes Wasser, enorm viele Buchten mit Felsen oder Sandstrand, viele vorgelagerte Kleinstinseln, die zwischen der Meeresoberfläche und bis zu 40 Metern Tiefe unglaubliche Augenblicke eröffnen. Von Riffen, übersäht mit gelben Krustenanemonen, über Höhlen mit Muränen oder Langusten, Schwämme in allen möglichen Farben, Korallen, Barsche und mit viel Gück vielleicht sogar ein Mondfisch, die ganze Vielfalt des Mittelmeeres ist hier versammelt.
Wer dann noch das Glück hat, eine gute Tauchschule zu finden, dem ist das Himmelreich unter Wasser sicher. Mein Favorit ist "Universo Acqua Diving" in der Bucht von Lacona im Süden der insel. Sicher, es gibt auch an den andeen Stränden und Buchten der Insel viele gute Tauchschulen, aber Universo Acqua Diving ist schon was besonderes. Christiano und sein Team kenn eine Menge spitzenmäßig gute Tauchspots. Stunden könnte man dort verbringen, wenn die Luft länger reichen würde. Bei Universo Acqua Diving kenn man aber nicht nur die besten Tauchplätze, man kennt auch alles andere was beim Tauchen von größter Wichtigkeit ist: gute Ausrüstung und gewissenhafte Tauchvorbereitung und ebenso gewissenhafte Durchführung der Tauchgänge.
Mit der "Kenya", einem ehemaligen Seenot-Rettungskutter, der optimal für Tauchexkursionen umgebaut wurde, fährt man mit sagenhaften 8 Knoten ganz gemächlich zu den einzelnen Tauchspots. Das 10 Meter lange und 3,20 breite Boot hat genügend Platz um sich und sein Tauchgerödel auf den Sprung ins Wasser vorzubereiten. Universo Aqua Diving bietet neben den normalen Tauchausflügen auch die ganze Palette von Weiterbildung in Sachen Tauchsport. Brevetierung nach PADI, SSI und CMAS sind möglich.
Die Divebase bietet geführte Tages- und Nchttauchgänge, geführte Tauchgänge mit Unterwasser-Sprechanlage, Schnuppertauchen, Schnorchelausflüge (bei denen man rund um Elba auch schon eine Menge sehen kann), Ganztagesausflüge mit mehreren Tauchgängen, Küstenerkundung und Führungen durch das Aquarium von Marina di Campo. Alle Angebot hier aufzuzählen führt zu weit. Das kann jeder besser auf den eigenen Seiten von "Universo Acqua Diving" tun.
Wie läuft so ein Tauchgang ab:
Treffpunkt ist die Divebase in der Bucht von Lacona. Bei normalen Tauchgängen entweder um 9.00 Uhr morgens oder 15.00 Uhr Nachmittag. Jeder Taucher stellt wie gewohnt seine eigene oder die Leihausrüstung zusammen. Bei Universo Aqua Diving kann man alles was man braucht leihen. Taucher, Flaschen und Ausrüstung werden mit dem Landrover zum kleinen Hafen im Golfo Stella gefahren. Der Einstieg erfolgt bequem über einen Steg. Von dort aus geht es zu den einzelnen Tauchspots entlang der Südküste von Elba. Die meisten Spots sind Felsen oder Untiefen, die der eigentlichen Küste vorgelagert sind.
Auf der Fahrt kann es mit etwas Glück schon mal sein, dass man eine Gruppe Delphine oder Tümmler sehen kann. Weil das Tauchboot so breit ist und deswegen nicht so stark schaukelt wie andere, gelingt es eigentlich jedem sich schon während der Fahrt auf den Tauchgang vorzubereiten. Nachdem der Anker gesetzt ist, geht es nach entsprechendem Briefing und Einteilung der Tauchgruppen ins Wasser.
Der erste Eindruck ist immer überraschend, egal wie oft man hier schon beim Tauchen war. Die einzelnen Spots verändern sich jedes Jahr. Mal gibt es viele Fische, mal mehr Krustentiere. Mal wachsen die Anemonen im Überfluss, mal gibt es mehr Pflanzen. Mal sieht man bei einem Tauchgang über 20 Muränen, das nächste mal nur eine einzige. Aber egal, an welchem Tag man einen Spot betaucht, es ist immer ein herrliches Erlebnis. Das Wasser ist unglaublich klar und bis in eine Tiefe von mindestens 30 Metern reicht das Sonnenlicht völlig aus.
Je nach Luftverbrauch erhält man 12 bis 18 Liter Flaschen. Das reicht dann normalerweise für einen einstündigen Tauchgang. Die Tauchgänge sind immer so angelegt, dass man in der Regel nicht in die Deko kommt, auch wenn es mal bis auf 40 Meter runtergeht. Sollte doch einmal der Computer eine Deko anzeigen, sind die Aufstiege immer langsam und ohne Hektik und gewählt, dass am Ende die Deko aus der Anzeige verschwindet.
Wenn dann alle wieder oben sind, klettert jeder wieder ganz gemütlich ins Boot über die Leiter zurück. Die Ausrüstung nimmt einem schon vorher ein hilfsbereiter Mensch ab, der während der ganzen Zeit im Boot bleibt. Damit der Salzgeschmack aus dem Mund verschwindet, gibt es Mineralwasser und die obligatorischen Taucherkekse (staubtrockene Kracker). Aber die sind wirklich gut :-)))
Fortsetzung folgt, wenn ich Zeit habe.
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